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Glossar zu Schonzeit, Mindestmaß, Jagd und Fischereischein

60 Begriffe aus dem Fischerei- und Jagdrecht, von Angelkarte bis Zurücksetzgebot, jeweils mit der Regel, in der sie stehen. Filtern Sie nach Buchstaben oder suchen Sie direkt.

Aal
Der Aal ist ein Wanderfisch, der im Süßwasser aufwächst und zum Laichen ins Meer zieht, und sein bedrohter Bestand ist streng geschützt.
Aalverordnung
Die Aalverordnung ist eine EU-Verordnung von 2007, die jedes Mitgliedsland verpflichtet, den stark bedrohten Aal mit eigenen Plänen zu schützen.
Angelkarte
Die Angelkarte ist die Erlaubnis, an einem bestimmten Gewässer zu angeln, und Sie bekommen sie vom Besitzer oder Pächter, meist einem Angelverein.
Besatz
Besatz heißt, dass Fische, meist Jungfische, gezielt in ein Gewässer eingesetzt werden, um den Bestand zu stützen oder eine Art zurückzubringen.
Betäubung
Die Betäubung ist der erste Schritt beim Töten eines Fisches, meist ein kräftiger Schlag auf den Kopf, der ihn sofort empfindungslos macht.
Bewirtschaftungsplan
Ein Bewirtschaftungsplan legt für ein Gewässer über mehrere Jahre fest, welchen Fischbestand der Verein oder Besitzer anstrebt und wie er ihn pflegt.
Binnengewässer
Binnengewässer sind alle Gewässer im Landesinneren, also Flüsse, Bäche, Seen, Teiche und Kanäle, im Unterschied zu den Küstengewässern am Meer.
bleifreie Munition
Bleifreie Munition enthält kein Blei, sondern andere Metalle wie Kupfer oder Weicheisen, damit Wildtiere und Menschen keine Bleireste aufnehmen.
Brut- und Setzzeit
Die Brut- und Setzzeit ist die Zeit im Frühjahr und Frühsommer, in der Vögel brüten und Säugetiere wie Rehe ihre Jungen zur Welt bringen.
Catch and Release
Catch and Release heißt, einen Fisch nur zu fangen, um ihn gleich wieder freizulassen, und das gilt in Deutschland als Verstoß gegen das Tierschutzgesetz.
Cypriniden
Cypriniden sind die Karpfenfische, die artenreichste Fischfamilie in deutschen Gewässern, zu der Karpfen, Rotauge, Brachse, Schleie und Barbe gehören.
Cyprinidengewässer
Ein Cyprinidengewässer ist ein wärmeres, eher langsam fließendes oder stehendes Gewässer, in dem vor allem Karpfenfische wie Rotauge oder Brachse leben.
Elterntierschutz
Der Elterntierschutz verbietet, ein Wildtier zu jagen, das seine Jungen noch versorgt, auch wenn für die Art gerade Jagdzeit ist.
Entnahmefenster
Ein Entnahmefenster ist der Längenbereich zwischen Mindestmaß und Höchstmaß, in dem Sie einen Fisch mitnehmen dürfen, also dasselbe wie ein Fangfenster.
Erlaubnisschein
Der Erlaubnisschein ist das amtliche Wort für die Angelkarte, mit der Ihnen der Besitzer oder Pächter eines Gewässers das Angeln dort erlaubt.
Fangbegrenzung
Eine Fangbegrenzung legt fest, wie viele Fische Sie an einem Tag oder in einem bestimmten Zeitraum höchstens mitnehmen dürfen.
Fangbuch
Ein Fangbuch ist die Liste, in die Sie Ihre Fänge mit Art, Anzahl, Länge und Datum eintragen, oft auch Fangliste oder Fangkarte genannt.
Fangfenster
Ein Fangfenster ist der Längenbereich zwischen Mindestmaß und Höchstmaß, in dem Sie einen Fisch mitnehmen dürfen.
Fangstatistik
Eine Fangstatistik hält fest, wie viele Fische welcher Art in einem Gewässer über die Jahre gefangen werden, meist aus den Fanglisten der Angler.
Fischereiaufseher
Ein Fischereiaufseher kontrolliert im Auftrag der Fischereibehörde am Wasser, ob Angler gültige Papiere haben und die Regeln einhalten.
Fischereigesetz
Das Fischereigesetz ist das Gesetz Ihres Bundeslandes, das die Grundregeln für Angeln und Fischerei festlegt, etwa wer einen Fischereischein braucht.
Fischereipacht
Fischereipacht heißt, dass der Besitzer eines Gewässers das Recht zum Fischen gegen Geld auf Zeit an einen anderen überlässt, meist an einen Angelverein.
Fischereischein
Der Fischereischein ist der amtliche Ausweis, den Sie in fast allen Bundesländern zum Angeln brauchen, meist nach bestandener Fischerprüfung.
Fischwilderei
Fischwilderei ist das Angeln an einem fremden Gewässer ohne Erlaubnis des Besitzers oder Pächters, eine Straftat mit Geldstrafe oder Haft.
Friedfisch
Ein Friedfisch ist eine Fischart, die sich vor allem von Pflanzen, Plankton, Würmern oder Insektenlarven ernährt, etwa Karpfen, Rotauge oder Schleie.
ganzjährige Schonzeit
Eine ganzjährige Schonzeit bedeutet, dass Sie eine Fischart das ganze Jahr über nicht fangen und nicht mitnehmen dürfen.
Gastkarte
Eine Gastkarte ist eine befristete Angelkarte für Angler, die nicht Mitglied in dem Verein sind, dem das Gewässer gehört oder der es gepachtet hat.
Hegeverpflichtung
Die Hegeverpflichtung ist die gesetzliche Pflicht, den Fisch- oder Wildbestand eines Gewässers oder Reviers zu pflegen und gesund zu erhalten.
Höchstmaß
Ein Höchstmaß ist die Länge, ab der Sie einen Fisch nicht mehr mitnehmen dürfen, weil große Fische für den Nachwuchs besonders wertvoll sind.
Jagdschein
Der Jagdschein ist der amtliche Ausweis, den Sie zum Jagen brauchen, und Sie bekommen ihn erst nach bestandener Jägerprüfung.
Jagdzeit
Die Jagdzeit ist der Zeitraum im Jahr, in dem Sie eine Wildart jagen dürfen, und außerhalb davon hat die Art Schonzeit.
Jugendfischereischein
Der Jugendfischereischein ist ein Fischereischein für Kinder und Jugendliche ohne volle Prüfung, den es aber nicht mehr in jedem Bundesland gibt.
Kiemenschnitt
Der Kiemenschnitt ist ein Schnitt durch die Kiemenbögen eines betäubten Fisches, der ihn durch den Blutverlust schnell und sicher tötet.
Küstengewässer
Küstengewässer sind die Meeresbereiche an Nord- und Ostsee samt Buchten und Flussmündungen, für die oft eigene Schonzeiten und Mindestmaße gelten.
Laichschonbezirk
Ein Laichschonbezirk ist ein abgegrenzter Teil eines Gewässers, in dem Fische laichen oder heranwachsen und in dem das Angeln zeitweise verboten ist.
Laichzeit
Die Laichzeit ist die Zeit im Jahr, in der eine Fischart ihre Eier ablegt, und sie ist meist der Grund für die Schonzeit dieser Art.
Landesfischereiverordnung
Die Landesfischereiverordnung ist die Fischereiverordnung Ihres Bundeslandes, in der Schonzeiten, Mindestmaße und erlaubte Fanggeräte stehen.
Mindestmaß
Ein Mindestmaß ist die Länge, die ein Fisch mindestens haben muss, damit Sie ihn mitnehmen dürfen.
Nachtangelverbot
Ein Nachtangelverbot untersagt das Angeln in der Nacht, entweder an bestimmten Gewässern oder zu bestimmten Zeiten im Jahr.
Nachtjagdverbot
Das Nachtjagdverbot untersagt, bestimmte Wildarten nachts zu erlegen, von anderthalb Stunden nach Sonnenuntergang bis anderthalb Stunden vor Sonnenaufgang.
Neunauge
Neunaugen sind urtümliche, aalförmige Wassertiere ohne Kiefer, die rechtlich wie Fische behandelt werden und fast überall ganzjährig geschützt sind.
Ordnungswidrigkeit
Eine Ordnungswidrigkeit ist ein leichterer Verstoß, für den ein Bußgeld droht, etwa wenn Sie einen zu kleinen Fisch mitnehmen.
Raubfisch
Ein Raubfisch ist eine Fischart, die sich als erwachsenes Tier vor allem von anderen Fischen ernährt, etwa Hecht, Zander, Barsch oder Wels.
Reviersystem
Das Reviersystem bedeutet, dass in Deutschland nur in festgelegten Jagdrevieren gejagt werden darf und das Jagdrecht dem Eigentümer des Bodens zusteht.
Salmonide
Ein Salmonide ist ein Fisch aus der Familie der Lachsfische, zu der Forellen, Lachse, Saiblinge, Äschen und Renken gehören.
Salmonidengewässer
Ein Salmonidengewässer ist ein kühles, sauerstoffreiches Gewässer, meist ein schnell fließender Bach, in dem vor allem Forellen und Äschen leben.
Schonbezirk
Ein Schonbezirk ist ein abgegrenzter Teil eines Gewässers, in dem das Angeln dauerhaft oder zu bestimmten Zeiten verboten oder eingeschränkt ist.
Schonmaß
Schonmaß ist ein älteres Wort für das Mindestmaß, also die Länge, die ein Fisch mindestens haben muss, damit Sie ihn mitnehmen dürfen.
Schonzeit
Eine Schonzeit ist der Zeitraum im Jahr, in dem Sie eine bestimmte Fischart nicht fangen und nicht mitnehmen dürfen.
Schonzeitaufhebung
Eine Schonzeitaufhebung erlaubt es ausnahmsweise, eine Wildart in ihrer Schonzeit zu jagen, etwa wegen großer Wildschäden oder einer Tierseuche.
Setzkescher
Ein Setzkescher ist ein langes Netz, in dem Sie gefangene Fische bis zum Ende des Angeltags lebend im Wasser aufbewahren.
Setzzeit
Die Setzzeit ist die Zeit im Jahr, in der Rehe, Hirsche und andere Huftiere ihre Jungen zur Welt bringen, meist im späten Frühjahr.
Tageslimit
Ein Tageslimit ist die Höchstzahl an Fischen, die Sie an einem Angeltag mitnehmen dürfen, je Art oder für alle Fische zusammen.
untere Fischereibehörde
Die untere Fischereibehörde ist das Fischereiamt Ihres Landkreises oder Ihrer kreisfreien Stadt, das vor Ort für Angeln und Fischerei zuständig ist.
waidgerechtes Töten
Waidgerechtes Töten heißt, einen gefangenen Fisch oder ein Wildtier so schnell und schonend zu töten, dass es nicht unnötig leidet.
Wanderfisch
Ein Wanderfisch ist eine Fischart, die zwischen Meer und Fluss wandert, um zu laichen oder aufzuwachsen, etwa Lachs, Meerforelle oder Aal.
Widerhaken
Ein Widerhaken ist die kleine, nach hinten zeigende Spitze an einem Angelhaken, die den Fisch am Haken hält.
Wildfolge
Wildfolge heißt, ein angeschossenes Tier über die Reviergrenze ins Nachbarrevier zu verfolgen, und das ist nur mit schriftlicher Vereinbarung erlaubt.
Wildseuche
Eine Wildseuche ist eine ansteckende Krankheit, die sich unter Wildtieren ausbreitet, etwa die Afrikanische Schweinepest bei Wildschweinen.
Zurücksetzgebot
Das Zurücksetzgebot verpflichtet Sie, einen zu kleinen, zu großen oder geschonten Fisch sofort und schonend ins Wasser zurückzusetzen.