Wann darf ich Meerforelle in Hessen angeln?
Meerforelle dürfen Sie in Hessen vom 1. April bis zum 30. September angeln und mitnehmen, wenn der Fisch zwischen 25 und 60 Zentimeter lang ist. Heute ist Schonzeit, sie dauert noch bis zum 31. März.
Eine Schonzeit ist der Zeitraum, in dem Sie eine Art weder fangen noch mitnehmen dürfen. Für Meerforelle dauert sie vom 1. Oktober bis zum 31. März. Schonzeiten sollen die Fische in ihrer Laichzeit schützen.
Hessen legt die Regeln für Meerforelle selbst fest, unabhängig von den anderen 15 Bundesländern. Wer aus einem Nachbarland zum Angeln kommt, prüft die Werte deshalb neu.
Wer beim Spinnfischen die Stelle wechselt, kommt oft an ein anderes Gewässer oder einen anderen Abschnitt. Dort können andere Regeln auf der Angelkarte stehen.
Ab welcher Länge darf Meerforelle in Hessen mit?
Meerforelle dürfen Sie nur mitnehmen, wenn der Fisch zwischen 25 und 60 Zentimeter lang ist. Gemessen wird von der Schnauzenspitze bis zum Ende der Schwanzflosse.
Wie weicht Hessen bei Meerforelle von den anderen Ländern ab?
Das Mindestmaß für Meerforelle reicht von 25 Zentimetern in Hessen bis 60 Zentimetern in Sachsen. Die längste Schonzeit hat Mecklenburg-Vorpommern mit 212 Tagen vom 1. September bis 31. März, die kürzeste Hamburg mit 124 Tagen. Das ganze Jahr geschont ist Meerforelle in Baden-Württemberg, Bayern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Thüringen, Berlin, Brandenburg, Saarland und Sachsen-Anhalt. Die Nachbarländer von Hessen stehen zuerst, weil Angler im Grenzgebiet oft dort angeln.
| Bundesland | Schonzeit | Mindestmaß |
|---|---|---|
| Hessen | 1. Oktober bis 31. März | 25 cm |
| Baden-Württemberg | das ganze Jahr | keines |
| Bayern | das ganze Jahr | keines |
| Niedersachsen | das ganze Jahr | keines |
| Nordrhein-Westfalen | das ganze Jahr | keines |
| Rheinland-Pfalz | das ganze Jahr | keines |
| Thüringen | das ganze Jahr | keines |
| Berlin | das ganze Jahr | keines |
| Brandenburg | das ganze Jahr | keines |
| Bremen | 15. Oktober bis 15. März | 50 cm |
| Hamburg | 15. Oktober bis 15. Februar | 40 cm |
| Mecklenburg-Vorpommern | 1. September bis 31. März | 45 cm |
| Saarland | das ganze Jahr | keines |
| Sachsen | 1. Oktober bis 30. April | 60 cm |
| Sachsen-Anhalt | das ganze Jahr | keines |
| Schleswig-Holstein | 1. Oktober bis 28. Februar | 40 cm |
Wie hoch ist das Bußgeld in Hessen?
Für Verstöße gegen die Fischereiregeln sieht das Gesetz in Hessen ein Bußgeld von bis zu 10.000 Euro vor. Für einzelne Verstöße wie gegen die Schonzeit kann der Rahmen niedriger sein, und die Höhe im Einzelfall legt die Behörde fest.
Wer die Regeln für Meerforelle in Hessen kontrolliert
Am Wasser kontrollieren Fischereiaufseher, ob Sie die Regeln einhalten. Sie werden vom Fischereiamt des Landkreises bestellt. Ihre Angelkarte kann zusätzlich strengere Regeln setzen.
Mit welchen Fischen wird Meerforelle häufig verwechselt?
Meerforelle wird gelegentlich mit Lachs verwechselt. Die Meerforelle hat eine meist gerade abgeschnittene Schwanzflosse, der Lachs eine nach innen eingebuchtete. Die Meerforelle wirkt kräftiger und hat einen breiten Übergang zur Schwanzflosse. Sie trägt viele x-förmige schwarze Punkte, auch unterhalb der Seitenlinie, also der feinen Linie entlang der Körperseite. Beim Lachs sitzen die Punkte fast nur darüber. Die Meerforelle darf in einigen Ländern ab einem Mindestmaß mitgenommen werden. Der Lachs ist dagegen in den meisten Ländern das ganze Jahr geschont, und wo er erlaubt ist, liegt sein Mindestmaß meist höher. Wer einen Lachs für eine Meerforelle hält und mitnimmt, begeht deshalb leicht einen Verstoß.
Weitere Wanderfische in Hessen
Wie Meerforelle gehören diese Arten zu den Wanderfischen. Auch für sie gelten in Hessen eigene Schonzeiten und Mindestmaße.
Häufige Fragen zu Meerforelle in Hessen
Weicht die Schonzeit für Meerforelle in Hessen von anderen Bundesländern ab?
Ja, bei Meerforelle weichen 15 der 15 anderen Länder, die die Art eigens regeln, von Hessen ab, bei der Schonzeit, beim Mindestmaß oder bei beidem.
Gelten für Meerforelle an der Küste andere Regeln als im Binnenland?
Nein, für Meerforelle unterscheidet Hessen nicht zwischen Küste und Binnenland.
Mit welchen Fischen wird Meerforelle häufig verwechselt?
Meerforelle wird am häufigsten mit Lachs verwechselt. Die Meerforelle hat eine meist gerade abgeschnittene Schwanzflosse, der Lachs eine nach innen eingebuchtete. Die Meerforelle wirkt kräftiger und hat einen breiten Übergang zur Schwanzflosse. Sie trägt viele x-förmige schwarze Punkte, auch unterhalb der Seitenlinie, also der feinen Linie entlang der Körperseite. Beim Lachs sitzen die Punkte fast nur darüber.
Gelten die Regeln für Meerforelle auch an privaten Gewässern?
Ja, die Landesregeln gelten grundsätzlich auch an privaten Seen und Flüssen. Einige Länder nehmen Fischteiche und abgeschlossene Zuchtgewässer davon aus. Fragen Sie im Zweifel beim Besitzer des Gewässers oder beim Fischereiamt nach.
Welches Mindestmaß gilt für Meerforelle in Hessen?
Meerforelle dürfen Sie nur mitnehmen, wenn der Fisch zwischen 25 und 60 Zentimeter lang ist. Gemessen wird von der Schnauzenspitze bis zum Ende der Schwanzflosse.
Widersprechen sich unsere Angaben und die Landesverordnung, gilt die Verordnung. Im Zweifel hilft das Fischereiamt Ihres Landkreises.