Wann darf ich Karausche in Sachsen angeln?
Karausche dürfen Sie in Sachsen vom 1. Juli bis zum 31. Januar angeln und mitnehmen, wenn der Fisch mindestens 15 Zentimeter lang ist. Die nächste Schonzeit beginnt am 1. Februar und dauert bis zum 30. Juni.
Eine Schonzeit ist der Zeitraum, in dem Sie eine Art weder fangen noch mitnehmen dürfen. Für Karausche dauert sie vom 1. Februar bis zum 30. Juni. Schonzeiten sollen die Fische in ihrer Laichzeit schützen.
Bei Fragen zu Karausche in Sachsen hilft das Fischereiamt Ihres Landkreises. Dort erfahren Sie auch, ob für ein einzelnes Gewässer Ausnahmen gelten.
Beim Eisangeln gelten dieselben Regeln wie im Sommer. Ein Fisch, der in der Schonzeit anbeißt, kommt sofort zurück ins Wasser.
Welches Mindestmaß gilt für Karausche in Sachsen?
Das Mindestmaß für Karausche beträgt 15 Zentimeter. Gemessen wird von der Schnauzenspitze bis zum Ende der natürlich ausgebreiteten Schwanzflosse.
Was gilt für Karausche in den Nachbarländern von Sachsen?
Das Mindestmaß für Karausche beträgt in allen 2 Ländern mit Mindestmaß 15 Zentimeter. Die längste Schonzeit hat Sachsen mit 150 Tagen vom 1. Februar bis 30. Juni, die kürzeste Thüringen mit 61 Tagen. Das ganze Jahr geschont ist Karausche in Bayern, Berlin, Hessen und Rheinland-Pfalz. Keine Schonzeit gilt in Schleswig-Holstein. Die Nachbarländer von Sachsen stehen zuerst, weil Angler im Grenzgebiet oft dort angeln.
| Bundesland | Schonzeit | Mindestmaß |
|---|---|---|
| Sachsen | 1. Februar bis 30. Juni | 15 cm |
| Bayern | das ganze Jahr | keines |
| Thüringen | 1. April bis 31. Mai | 15 cm |
| Berlin | das ganze Jahr | keines |
| Hessen | das ganze Jahr | keines |
| Rheinland-Pfalz | das ganze Jahr | keines |
| Schleswig-Holstein | keine | keines |
Was kostet ein Verstoß bei Karausche in Sachsen?
Für Verstöße gegen die Fischereiregeln sieht das Gesetz in Sachsen ein Bußgeld von bis zu 25.000 Euro vor. Für einzelne Verstöße wie gegen die Schonzeit kann der Rahmen niedriger sein, und die Höhe im Einzelfall legt die Behörde fest.
Wer die Regeln für Karausche in Sachsen kontrolliert
Zuständig ist das Fischereiamt des Kreises, am Gewässer übernehmen das die Fischereiaufseher. Was auf Ihrer Angelkarte steht, gilt zusätzlich zur Landesverordnung.
Wie unterscheidet sich Karausche von ähnlichen Fischen?
Karausche wird gelegentlich mit Giebel verwechselt. Die Karausche erkennen Sie an der Rückenflosse, deren Rand nach außen gewölbt ist. Beim Giebel ist dieser Rand leicht nach innen gebogen, am besten zu sehen bei aufgestellter Flosse. Die Karausche ist außerdem hochrückiger und gedrungener. Beim Ausnehmen gibt es ein sicheres Merkmal: Das Bauchfell, also die Haut in der Bauchhöhle, ist bei der Karausche weiß, beim Giebel schwarz. Die Karausche ist in einigen Ländern das ganze Jahr geschont, in wenigen anderen gelten eine Schonzeit und ein Mindestmaß. Für den Giebel gibt es in keinem Land eine solche Regel. Wer eine Karausche für einen Giebel hält und mitnimmt, begeht deshalb leicht einen Verstoß.
Weitere Friedfische in Sachsen
Wie Karausche gehören diese Arten zu den Friedfischen. Auch für sie gelten in Sachsen eigene Schonzeiten und Mindestmaße.
Häufige Fragen zu Karausche in Sachsen
Was kostet ein Verstoß gegen die Schonzeit von Karausche in Sachsen?
Für Verstöße gegen die Fischereiregeln sieht das Gesetz in Sachsen ein Bußgeld von bis zu 25.000 Euro vor. Für einzelne Verstöße wie gegen die Schonzeit kann der Rahmen niedriger sein, und die Höhe im Einzelfall legt die Behörde fest.
Mit welchen Fischen wird Karausche häufig verwechselt?
Karausche wird am häufigsten mit Giebel verwechselt. Die Karausche erkennen Sie an der Rückenflosse, deren Rand nach außen gewölbt ist. Beim Giebel ist dieser Rand leicht nach innen gebogen, am besten zu sehen bei aufgestellter Flosse. Die Karausche ist außerdem hochrückiger und gedrungener. Beim Ausnehmen gibt es ein sicheres Merkmal: Das Bauchfell, also die Haut in der Bauchhöhle, ist bei der Karausche weiß, beim Giebel schwarz.
Warum liegt die Schonzeit von Karausche in genau diesen Monaten?
Schonzeiten liegen in der Laichzeit, damit sich die Fische ungestört vermehren können. Wann eine Art laicht, hängt vor allem von der Wassertemperatur ab, deshalb verschieben sich die Tage zwischen den Ländern.
Gelten die Regeln für Karausche auch an privaten Gewässern?
Ja, die Landesregeln gelten grundsätzlich auch an privaten Seen und Flüssen. Einige Länder nehmen Fischteiche und abgeschlossene Zuchtgewässer davon aus. Fragen Sie im Zweifel beim Besitzer des Gewässers oder beim Fischereiamt nach.
Darf ich Karausche in der Schonzeit fangen und wieder zurücksetzen?
Nein, in der Schonzeit dürfen Sie Karausche nicht gezielt beangeln, auch nicht, um den Fisch zurückzusetzen. Beißt er trotzdem an, kommt er sofort schonend zurück ins Wasser. Angeln nur zum Zurücksetzen kann nach dem Tierschutzgesetz außerdem strafbar sein, weil der vernünftige Grund dafür fehlt.
Rechtlich bindend ist allein die amtliche Fischereiverordnung von Sachsen, dazu kommen die Bedingungen Ihrer Angelkarte.