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Wann darf ich Karausche in Hessen angeln?

Karausche dürfen Sie in Hessen an keinem Tag angeln oder mitnehmen, die Art ist das ganze Jahr geschont. Geht der Fisch trotzdem an den Haken oder ins Netz, setzen Sie ihn sofort schonend zurück.

Schonzeit
das ganze Jahr
Mindestmaß
keines
Status heute
Geschont
Bußgeld bis zu
10.000 Euro

Karausche ist das ganze Jahr geschont. Sie dürfen die Art an keinem Tag gezielt fangen oder mitnehmen. Ein Tier, das Sie trotzdem fangen oder finden, kommt sofort schonend zurück ins Wasser.

Karausche ist in Hessen eigens geregelt. Wer im Grenzgebiet angelt, sollte deshalb auch die Regeln des Nachbarlandes kennen.

Beim Grundangeln vom Ufer gelten Schonzeit und Mindestmaß genauso wie beim Spinnfischen. Auch wer einen Fisch nur kurz anhakt und gleich zurücksetzt, muss sie beachten.

Wie weicht Hessen bei Karausche von den anderen Ländern ab?

Das Mindestmaß für Karausche beträgt in allen 2 Ländern mit Mindestmaß 15 Zentimeter. Die längste Schonzeit hat Sachsen mit 150 Tagen vom 1. Februar bis 30. Juni, die kürzeste Thüringen mit 61 Tagen. Das ganze Jahr geschont ist Karausche in Hessen, Bayern, Rheinland-Pfalz und Berlin. Keine Schonzeit gilt in Schleswig-Holstein. Die Nachbarländer von Hessen stehen zuerst, weil Angler im Grenzgebiet oft dort angeln.

Schonzeit und Mindestmaß für Karausche in 7 Bundesländern
BundeslandSchonzeitMindestmaß
Hessendas ganze Jahrkeines
Bayerndas ganze Jahrkeines
Rheinland-Pfalzdas ganze Jahrkeines
Thüringen1. April bis 31. Mai15 cm
Berlindas ganze Jahrkeines
Sachsen1. Februar bis 30. Juni15 cm
Schleswig-Holsteinkeinekeines

Welches Bußgeld droht in Hessen bei einem Verstoß?

Für Verstöße gegen die Fischereiregeln sieht das Gesetz in Hessen ein Bußgeld von bis zu 10.000 Euro vor. Für einzelne Verstöße wie gegen die Schonzeit kann der Rahmen niedriger sein, und die Höhe im Einzelfall legt die Behörde fest.

Wer die Regeln für Karausche in Hessen kontrolliert

Die Fischereiaufseher am Gewässer prüfen Schein, Angelkarte und Fang. Bestellt werden sie vom Fischereiamt, und der Gewässerbesitzer kann eigene, strengere Bedingungen ergänzen.

Wie unterscheidet sich Karausche von ähnlichen Fischen?

Karausche wird gelegentlich mit Giebel verwechselt. Die Karausche erkennen Sie an der Rückenflosse, deren Rand nach außen gewölbt ist. Beim Giebel ist dieser Rand leicht nach innen gebogen, am besten zu sehen bei aufgestellter Flosse. Die Karausche ist außerdem hochrückiger und gedrungener. Beim Ausnehmen gibt es ein sicheres Merkmal: Das Bauchfell, also die Haut in der Bauchhöhle, ist bei der Karausche weiß, beim Giebel schwarz. Die Karausche ist in einigen Ländern das ganze Jahr geschont, in wenigen anderen gelten eine Schonzeit und ein Mindestmaß. Für den Giebel gibt es in keinem Land eine solche Regel. Wer eine Karausche für einen Giebel hält und mitnimmt, begeht deshalb leicht einen Verstoß.

Die Schonzeit verbietet das Fangen und Mitnehmen in dieser Zeit. Einen Fisch, den Sie vorher erlaubt gefangen und eingefroren haben, dürfen Sie behalten.

Weitere Friedfische in Hessen

Wie Karausche gehören diese Arten zu den Friedfischen. Auch für sie gelten in Hessen eigene Schonzeiten und Mindestmaße.

Häufige Fragen zu Karausche in Hessen

Gelten für Karausche an der Küste andere Regeln als im Binnenland?

Nein, für Karausche unterscheidet Hessen nicht zwischen Küste und Binnenland.

Wann ist Karausche in Hessen geschont?

Karausche ist in Hessen das ganze Jahr geschont. Die Werte stammen aus der Fischereiverordnung des Landes.

Darf ich Karausche in der Schonzeit fangen und wieder zurücksetzen?

Nein, in der Schonzeit dürfen Sie Karausche nicht gezielt beangeln, auch nicht, um den Fisch zurückzusetzen. Beißt er trotzdem an, kommt er sofort schonend zurück ins Wasser. Angeln nur zum Zurücksetzen kann nach dem Tierschutzgesetz außerdem strafbar sein, weil der vernünftige Grund dafür fehlt.

Wer kontrolliert die Schonzeit von Karausche in Hessen?

Fischereiaufseher kontrollieren am Wasser, ob Schonzeit und Mindestmaß eingehalten werden. Sie werden vom Fischereiamt des Landkreises bestellt und dürfen Fischereischein, Angelkarte und Fang sehen.

Mit welchen Fischen wird Karausche häufig verwechselt?

Karausche wird am häufigsten mit Giebel verwechselt. Die Karausche erkennen Sie an der Rückenflosse, deren Rand nach außen gewölbt ist. Beim Giebel ist dieser Rand leicht nach innen gebogen, am besten zu sehen bei aufgestellter Flosse. Die Karausche ist außerdem hochrückiger und gedrungener. Beim Ausnehmen gibt es ein sicheres Merkmal: Das Bauchfell, also die Haut in der Bauchhöhle, ist bei der Karausche weiß, beim Giebel schwarz.

Verbindlich sind die Fischereiverordnung von Hessen in ihrer aktuellen Fassung und die Regeln auf Ihrer Angelkarte.