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Wann darf Marderhund in Rheinland-Pfalz bejagt werden?

Marderhund dürfen Sie in Rheinland-Pfalz vom 1. August bis zum 28. Februar jagen. Heute ist Jagdzeit, sie dauert noch bis zum 28. Februar.

Jagdzeit
1. August bis 28. Februar
Gruppen nach Alter und Geschlecht
1
Status heute
Bejagbar
Bußgeld bis zu
5.000 Euro

Marderhund ist in Rheinland-Pfalz eigens geregelt. Wer ein Revier nahe der Landesgrenze hat, sollte deshalb auch die Zeiten des Nachbarlandes kennen.

Beim Einzelansitz bleibt Zeit, ein Tier in Ruhe zu bestimmen. Das lohnt sich besonders bei Arten, die sich ähnlich sehen.

Was die Jagdzeit für Marderhund in Rheinland-Pfalz bedeutet

Eine Jagdzeit ist der Zeitraum, in dem Sie eine Wildart bejagen dürfen. Außerhalb dieser Zeit ist die Art geschont. Marderhund ist in Rheinland-Pfalz vom 1. August bis zum 28. Februar jagdbar.

Die Jagdzeit von Marderhund liegt außerhalb der Zeit, in der die Tiere Junge bekommen und aufziehen. In dieser Brut- und Setzzeit reagiert der Bestand am empfindlichsten auf Störung. Elterntiere, die noch Junge versorgen, sind zusätzlich geschützt.

JFMAMJJASONDheute
Jagdzeitgeschont

Was gilt für Marderhund in den Nachbarländern von Rheinland-Pfalz?

Die längste Jagdzeit für Marderhund hat das Saarland mit 243 Tagen im Jahr, die kürzeste Berlin mit 123 Tagen. Das ganze Jahr jagdbar ist Marderhund in Baden-Württemberg, Hessen, Bayern, Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen. Die Nachbarländer von Rheinland-Pfalz stehen zuerst, weil Jäger im Grenzgebiet oft dort jagen.

Jagdzeit für Marderhund in 16 Bundesländern
BundeslandJagdzeit
Rheinland-Pfalzvom 1. August bis zum 28. Februar jagdbar
Baden-Württembergdas ganze Jahr jagdbar
Hessendas ganze Jahr jagdbar
Nordrhein-Westfalenvom 1. September bis zum 28. Februar jagdbar
Saarlandvom 1. Juli bis zum 28. Februar jagdbar
Bayerndas ganze Jahr jagdbar
Berlinvom 1. Oktober bis zum 31. Januar jagdbar
Brandenburgdas ganze Jahr jagdbar
Bremenvom 1. September bis zum 28. Februar jagdbar
Hamburgdas ganze Jahr jagdbar
Mecklenburg-Vorpommerndas ganze Jahr jagdbar
Niedersachsenvom 1. September bis zum 28. Februar jagdbar
Sachsendas ganze Jahr jagdbar
Sachsen-Anhaltdas ganze Jahr jagdbar
Schleswig-Holsteindas ganze Jahr jagdbar
Thüringendas ganze Jahr jagdbar

Was kostet ein Verstoß gegen die Jagdzeit in Rheinland-Pfalz?

Für Verstöße gegen das Jagdrecht sieht das Gesetz in Rheinland-Pfalz ein Bußgeld von bis zu 5.000 Euro vor. Für einzelne Verstöße wie die Jagd außerhalb der Jagdzeit kann der Rahmen niedriger sein, und die Höhe im Einzelfall legt die Behörde fest.

Wer die Jagdzeit für Marderhund in Rheinland-Pfalz kontrolliert

Für die Einhaltung der Jagdzeiten ist die Jagdbehörde des jeweiligen Kreises zuständig. Strengere Vorgaben können im Pachtvertrag und im Abschussplan stehen.

Mit welchen Arten wird Marderhund häufig verwechselt?

Marderhund wird gelegentlich mit Waschbär verwechselt. Der Marderhund hat einen kurzen Schwanz ohne Ringe und Pfoten ohne fingerartige Zehen. Sein Fell ist graubraun, und seine Gesichtsmaske ist weniger scharf abgesetzt als die schwarze Augenmaske des Waschbären. Der Waschbär hat einen geringelten Schwanz und Pfoten mit beweglichen, fingerartigen Zehen. Beide eingewanderten Arten werden in der Praxis oft verwechselt. Marderhund und Waschbär dürfen in den meisten Ländern das ganze Jahr gejagt werden. In einigen Ländern beginnt die Jagdzeit für den Waschbären aber früher als für den Marderhund. Wer in dieser Zeit einen Marderhund für einen Waschbären hält und schießt, verstößt gegen die Schonzeit des Marderhunds.

Bei Sonderfällen und Ausnahmegenehmigungen hilft ein Anruf bei der Jagdbehörde Ihres Landkreises schneller als eine Suche im Netz.

Weiteres Haarwild in Rheinland-Pfalz

Wie Marderhund gehören diese Arten zum Haarwild. Auch für sie gelten in Rheinland-Pfalz eigene Jagdzeiten.

Häufige Fragen zu Marderhund in Rheinland-Pfalz

Mit welchen Arten wird Marderhund häufig verwechselt?

Marderhund wird am häufigsten mit Waschbär verwechselt. Der Marderhund hat einen kurzen Schwanz ohne Ringe und Pfoten ohne fingerartige Zehen. Sein Fell ist graubraun, und seine Gesichtsmaske ist weniger scharf abgesetzt als die schwarze Augenmaske des Waschbären. Der Waschbär hat einen geringelten Schwanz und Pfoten mit beweglichen, fingerartigen Zehen. Beide eingewanderten Arten werden in der Praxis oft verwechselt.

Wer kontrolliert die Jagdzeit von Marderhund in Rheinland-Pfalz?

Die Jagdbehörde des Landkreises oder der kreisfreien Stadt überwacht die Jagdzeiten. Sie kann Jagdschein und Nachweise verlangen und Verstöße mit einem Bußgeld ahnden.

Was kostet ein Verstoß gegen die Jagdzeit von Marderhund in Rheinland-Pfalz?

Für Verstöße gegen das Jagdrecht sieht das Gesetz in Rheinland-Pfalz ein Bußgeld von bis zu 5.000 Euro vor. Für einzelne Verstöße wie die Jagd außerhalb der Jagdzeit kann der Rahmen niedriger sein, und die Höhe im Einzelfall legt die Behörde fest.

Gilt für Marderhund ein Abschussplan?

Nein, einen Abschussplan schreibt das Bundesjagdgesetz nur für Schalenwild außer Schwarzwild sowie für Auerwild, Birkwild und Rackelwild vor. Marderhund gehört nicht dazu. Die Länder dürfen vom Bundesjagdgesetz abweichen und regeln das in ihrem Jagdgesetz.

Darf Marderhund bei großen Wildschäden auch außerhalb der Jagdzeit bejagt werden?

Ja, aber nur mit Genehmigung. Die Jagdbehörde kann die Schonzeit bei großen Wildschäden für ein bestimmtes Gebiet und eine bestimmte Zeit aufheben, auf eigene Faust ist das nicht erlaubt.

Rechtlich bindend ist allein die amtliche Jagdzeitenregelung von Rheinland-Pfalz, dazu kommen die Bedingungen Ihres Reviers.