Wann darf Rehwild im Saarland bejagt werden?
Rehwild dürfen Sie im Saarland je nach Alter und Geschlecht zu unterschiedlichen Zeiten jagen. Kitze und Ricken dürfen Sie vom 1. September bis zum 31. Januar jagen, Böcke vom 1. April bis zum 31. Januar. Schmalrehe dürfen Sie vom 1. April bis zum 15. Mai und vom 1. September bis zum 31. Januar jagen. Heute ist für alle Jagdzeit.
Viele Jagdzeiten beginnen oder enden mitten im Monat. Prüfen Sie für Rehwild deshalb das genaue Datum, nicht nur den Monat.
Bei einer Drückjagd mit vielen Schützen muss jedes Tier vor dem Schuss sicher angesprochen sein. Unter Zeitdruck passieren Verwechslungen leichter.
Was die Jagdzeit für Rehwild im Saarland bedeutet
Eine Jagdzeit ist der Zeitraum, in dem Sie eine Wildart bejagen dürfen. Außerhalb dieser Zeit ist die Art geschont. Rehwild ist im Saarland je nach Alter und Geschlecht in unterschiedlichen Zeiträumen jagdbar.
Die Jagdzeit von Rehwild lässt die Brut- und Setzzeit frei, weil der Bestand in dieser Phase besonders verletzlich ist. Wer Junge versorgt, bleibt auch in der Jagdzeit geschont.
Welche Jagdzeit gilt für welche Altersklasse?
Für Rehwild nennt Saarland 4 Gruppen nach Alter und Geschlecht.
| Altersklasse | Jagdzeit | Status heute |
|---|---|---|
| Kitze | vom 1. September bis zum 31. Januar jagdbar | Bejagbar |
| Schmalrehe | vom 1. April bis zum 15. Mai und vom 1. September bis zum 31. Januar jagdbar | Bejagbar |
| Ricken | vom 1. September bis zum 31. Januar jagdbar | Bejagbar |
| Böcke | vom 1. April bis zum 31. Januar jagdbar | Bejagbar |
Wie weicht das Saarland bei Rehwild von den anderen Ländern ab?
Die längste Jagdzeit für Rehwild hat Sachsen mit 291 Tagen im Jahr, die kürzeste Bayern mit 137 Tagen. Die Nachbarländer von Saarland stehen zuerst, weil Jäger im Grenzgebiet oft dort jagen.
| Bundesland | Jagdzeit |
|---|---|
| Saarland | vom 1. September bis zum 31. Januar jagdbar |
| Rheinland-Pfalz | vom 1. Mai bis zum 31. Januar jagdbar |
| Baden-Württemberg | vom 1. September bis zum 31. Januar jagdbar |
| Bayern | vom 1. September bis zum 15. Januar jagdbar |
| Berlin | vom 1. September bis zum 31. Januar jagdbar |
| Brandenburg | vom 1. September bis zum 15. Januar jagdbar |
| Bremen | vom 1. September bis zum 31. Januar jagdbar |
| Hamburg | vom 1. September bis zum 31. Januar jagdbar |
| Hessen | vom 1. September bis zum 31. Januar jagdbar |
| Mecklenburg-Vorpommern | vom 1. September bis zum 31. Januar jagdbar |
| Niedersachsen | vom 1. September bis zum 31. Januar jagdbar |
| Nordrhein-Westfalen | vom 1. September bis zum 31. Januar jagdbar |
| Sachsen | vom 16. April bis zum 31. Januar jagdbar |
| Sachsen-Anhalt | vom 1. September bis zum 31. Januar jagdbar |
| Schleswig-Holstein | vom 1. Mai bis zum 31. Januar jagdbar |
| Thüringen | vom 1. September bis zum 15. Januar jagdbar |
Was kostet ein Verstoß gegen die Jagdzeit im Saarland?
Für Verstöße gegen das Jagdrecht sieht das Gesetz im Saarland ein Bußgeld von bis zu 5.000 Euro vor. Für einzelne Verstöße wie die Jagd außerhalb der Jagdzeit kann der Rahmen niedriger sein, und die Höhe im Einzelfall legt die Behörde fest.
Wer die Jagdzeit für Rehwild im Saarland kontrolliert
Die Kontrolle übernimmt die Jagdbehörde des Landkreises oder der kreisfreien Stadt. Pachtvertrag und Abschussplan dürfen strengere, aber keine lockereren Regeln enthalten.
Woran erkennen Sie Rehwild sicher?
Rehwild wird gelegentlich mit Rehbock verwechselt. Beim Rehwild ist vor allem die Unterscheidung von Ricke und Schmalreh schwierig, also von erwachsenem und einjährigem weiblichem Reh. Anfang Mai erkennen Sie eine hochtragende Ricke noch am dicken Bauch, nach der Geburt der Kitze fällt dieses Merkmal weg. Ein junger Bock mit kaum sichtbarem Gehörn kann in dieser Zeit leicht für ein Schmalreh gehalten werden. Hilfreich sind das Gesäuge, also die Zitzen, einer Ricke mit Kitzen und das früher rote Sommerfell der Schmalrehe. Die Jagd auf Ricken beginnt in den meisten Ländern erst im Spätsommer, auf Böcke und Schmalrehe schon im Frühjahr. Wer in dieser Zeit eine Ricke für ein Schmalreh oder einen Bock hält und schießt, erlegt sie vor Beginn ihrer Jagdzeit. Führt die Ricke Kitze, trifft der Schuss zugleich ein Elterntier, das nicht geschossen werden darf.
Weiteres Schalenwild im Saarland
Wie Rehwild gehören diese Arten zum Schalenwild. Auch für sie gelten im Saarland eigene Jagdzeiten.
Häufige Fragen zu Rehwild im Saarland
Brauche ich für die Jagd auf Rehwild im Saarland einen Jagdschein?
Ja, wer im Saarland Rehwild bejagen will, braucht einen gültigen Jagdschein. Dazu kommt die Erlaubnis, in einem bestimmten Revier zu jagen, etwa als Pächter oder mit einem Begehungsschein.
Gilt für Rehwild ein Abschussplan?
Ja, nach dem Bundesjagdgesetz darf Rehwild nur im Rahmen eines Abschussplans erlegt werden. Die Jagdbehörde bestätigt den Plan oder setzt ihn fest, und zwar im Einvernehmen mit dem Jagdbeirat. Die Länder dürfen vom Bundesjagdgesetz abweichen und regeln das in ihrem Jagdgesetz.
Darf ich Rehwild im Saarland heute bejagen?
Ja, Rehwild darf im Saarland heute bejagt werden. Maßgeblich ist das Datum, an dem Sie jagen.
Warum liegt die Jagdzeit von Rehwild in genau diesen Monaten?
Jagdzeiten liegen außerhalb der Brut- und Setzzeit, damit die Tiere ihre Jungen großziehen können. Wann diese Zeit liegt, hängt von der Art und vom Klima ab.
Welche Arten sehen Rehwild ähnlich?
Rehwild wird am häufigsten mit Rehbock verwechselt. Beim Rehwild ist vor allem die Unterscheidung von Ricke und Schmalreh schwierig, also von erwachsenem und einjährigem weiblichem Reh. Anfang Mai erkennen Sie eine hochtragende Ricke noch am dicken Bauch, nach der Geburt der Kitze fällt dieses Merkmal weg. Ein junger Bock mit kaum sichtbarem Gehörn kann in dieser Zeit leicht für ein Schmalreh gehalten werden. Hilfreich sind das Gesäuge, also die Zitzen, einer Ricke mit Kitzen und das früher rote Sommerfell der Schmalrehe.
Diese Angaben ersetzen keine Rechtsberatung. Maßgeblich sind der Wortlaut der Landesverordnung und die Bedingungen Ihres Pachtvertrags.