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Wann darf Rabenkrähe in Hessen bejagt werden?

Rabenkrähe dürfen Sie in Hessen vom 1. August bis zum 15. Februar jagen. Heute ist Jagdzeit, sie dauert noch bis zum 15. Februar.

Jagdzeit
1. August bis 15. Februar
Gruppen nach Alter und Geschlecht
1
Status heute
Bejagbar
Bußgeld bis zu
25.000 Euro

Rabenkrähe ist in Hessen eigens geregelt. Wer ein Revier nahe der Landesgrenze hat, sollte deshalb auch die Zeiten des Nachbarlandes kennen.

Wild in Bewegung lässt sich schwerer bestimmen als vom Ansitz aus. Können Sie ein Tier nicht sicher ansprechen, schießen Sie nicht.

Was die Jagdzeit für Rabenkrähe in Hessen bedeutet

Eine Jagdzeit ist der Zeitraum, in dem Sie eine Wildart bejagen dürfen. Außerhalb dieser Zeit ist die Art geschont. Rabenkrähe ist in Hessen vom 1. August bis zum 15. Februar jagdbar.

Die Jagdzeit von Rabenkrähe liegt außerhalb der Zeit, in der die Tiere Junge bekommen und aufziehen. In dieser Brut- und Setzzeit reagiert der Bestand am empfindlichsten auf Störung. Elterntiere, die noch Junge versorgen, sind zusätzlich geschützt.

JFMAMJJASONDheute
Jagdzeitgeschont

Was gilt für Rabenkrähe in den Nachbarländern von Hessen?

Die längste Jagdzeit für Rabenkrähe hat Bayern mit 242 Tagen im Jahr, die kürzeste Brandenburg mit 153 Tagen. Die Nachbarländer von Hessen stehen zuerst, weil Jäger im Grenzgebiet oft dort jagen.

Jagdzeit für Rabenkrähe in 13 Bundesländern
BundeslandJagdzeit
Hessenvom 1. August bis zum 15. Februar jagdbar
Baden-Württembergvom 1. August bis zum 15. Februar jagdbar
Bayernvom 16. Juli bis zum 14. März jagdbar
Niedersachsenvom 1. August bis zum 20. Februar jagdbar
Nordrhein-Westfalenvom 1. August bis zum 10. März jagdbar
Rheinland-Pfalzvom 1. August bis zum 20. Februar jagdbar
Thüringenvom 1. August bis zum 15. Februar jagdbar
Brandenburgvom 1. September bis zum 31. Januar jagdbar
Hamburgvom 1. August bis zum 20. Februar jagdbar
Mecklenburg-Vorpommernvom 1. August bis zum 20. Februar jagdbar
Sachsenvom 1. August bis zum 15. März jagdbar
Sachsen-Anhaltvom 16. Juli bis zum 28. Februar jagdbar
Schleswig-Holsteinvom 1. August bis zum 28. Februar jagdbar

Wie hoch ist das Bußgeld in Hessen?

Für Verstöße gegen das Jagdrecht sieht das Gesetz in Hessen ein Bußgeld von bis zu 25.000 Euro vor. Für einzelne Verstöße wie die Jagd außerhalb der Jagdzeit kann der Rahmen niedriger sein, und die Höhe im Einzelfall legt die Behörde fest.

Wer die Jagdzeit für Rabenkrähe in Hessen kontrolliert

Für die Einhaltung der Jagdzeiten ist die Jagdbehörde des jeweiligen Kreises zuständig. Strengere Vorgaben können im Pachtvertrag und im Abschussplan stehen.

Wie unterscheidet sich Rabenkrähe von ähnlichen Arten?

Rabenkrähe wird gelegentlich mit Nebelkrähe verwechselt. Die Rabenkrähe ist ganz schwarz. Die Nebelkrähe hat einen grauen Rücken und eine graue Brust, nur Kopf, Flügel und Schwanz sind schwarz. Wo beide Krähen aufeinandertreffen, gibt es Mischformen mit unterschiedlich viel Grau. Die Rabenkrähe darf in den meisten Ländern gejagt werden, die Nebelkrähe nur in wenigen. Wo nur die Rabenkrähe freigegeben ist, darf die Nebelkrähe nicht geschossen werden. Wer dort eine Nebelkrähe für eine Rabenkrähe hält und schießt, begeht einen Verstoß.

Rabenkrähe wird gelegentlich mit Kolkrabe verwechselt. Die Rabenkrähe ist mit etwa 47 Zentimetern deutlich kleiner als der Kolkrabe, der über 60 Zentimeter lang wird. Der Kolkrabe hat einen kräftigeren Schnabel und im Flug einen keilförmigen Schwanz, die Rabenkrähe einen gerade abgeschnittenen. Außerdem gleitet der Kolkrabe oft weite Strecken und fliegt mit seinem Partner Kunstflüge. Der Kolkrabe fällt zwar unter das Jagdrecht, hat aber nirgends eine Jagdzeit und ist deshalb das ganze Jahr geschont. Die Rabenkrähe darf dagegen in den meisten Ländern gejagt werden. Wer einen Kolkraben für eine Rabenkrähe hält und schießt, tötet Wild ohne Jagdzeit und begeht einen schweren Verstoß.

Sprechen Sie jedes Tier vor dem Schuss an, bestimmen Sie also Art, Alter und Geschlecht. Erst dann wissen Sie, welche Jagdzeit gilt.

Weiteres Federwild in Hessen

Wie Rabenkrähe gehören diese Arten zum Federwild. Auch für sie gelten in Hessen eigene Jagdzeiten.

Häufige Fragen zu Rabenkrähe in Hessen

Gilt die Jagdzeit für Rabenkrähe auch in Wildgehegen?

Nein, die Jagdzeiten gelten für frei lebendes Wild. Für Tiere in einem Gehege gelten die Auflagen der Genehmigung, die das Gehege braucht.

Gilt für Rabenkrähe ein Abschussplan?

Nein, einen Abschussplan schreibt das Bundesjagdgesetz nur für Schalenwild außer Schwarzwild sowie für Auerwild, Birkwild und Rackelwild vor. Rabenkrähe gehört nicht dazu. Die Länder dürfen vom Bundesjagdgesetz abweichen und regeln das in ihrem Jagdgesetz.

Welche Arten sehen Rabenkrähe ähnlich?

Rabenkrähe wird am häufigsten mit Nebelkrähe verwechselt. Die Rabenkrähe ist ganz schwarz. Die Nebelkrähe hat einen grauen Rücken und eine graue Brust, nur Kopf, Flügel und Schwanz sind schwarz. Wo beide Krähen aufeinandertreffen, gibt es Mischformen mit unterschiedlich viel Grau.

Darf Rabenkrähe in Naturschutzgebieten bejagt werden?

In Naturschutzgebieten kann die Jagd auf Rabenkrähe zusätzlich eingeschränkt oder ganz verboten sein. Das regelt die Verordnung des jeweiligen Schutzgebiets, sie gilt neben den Jagdzeiten.

Darf Rabenkrähe bei großen Wildschäden auch außerhalb der Jagdzeit bejagt werden?

Ja, aber nur mit Genehmigung. Die Jagdbehörde kann die Schonzeit bei großen Wildschäden für ein bestimmtes Gebiet und eine bestimmte Zeit aufheben, auf eigene Faust ist das nicht erlaubt.

Diese Angaben ersetzen keine Rechtsberatung. Maßgeblich sind der Wortlaut der Landesverordnung und die Bedingungen Ihres Pachtvertrags.