angelrecht.net, Angel- und Jagdrecht in 16 Bundesländern

Wann darf ich Nordseeschnäpel in Hamburg angeln?

Nordseeschnäpel dürfen Sie in Hamburg an keinem Tag angeln oder mitnehmen, die Art ist das ganze Jahr geschont. Geht der Fisch trotzdem an den Haken oder ins Netz, setzen Sie ihn sofort schonend zurück.

Schonzeit
das ganze Jahr
Mindestmaß
keines
Status heute
Geschont
Bußgeld bis zu
10.000 Euro

Nordseeschnäpel ist das ganze Jahr geschont. Sie dürfen die Art an keinem Tag gezielt fangen oder mitnehmen. Ein Tier, das Sie trotzdem fangen oder finden, kommt sofort schonend zurück ins Wasser.

Wer im Grenzgebiet angelt, prüft die Regeln für Nordseeschnäpel in beiden Ländern, denn jedes Land legt sie selbst fest.

Beim Eisangeln gelten dieselben Regeln wie im Sommer. Ein Fisch, der in der Schonzeit anbeißt, kommt sofort zurück ins Wasser.

Wie weicht Hamburg bei Nordseeschnäpel von den anderen Ländern ab?

Das ganze Jahr geschont ist Nordseeschnäpel in Hamburg, Schleswig-Holstein, Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Die Nachbarländer von Hamburg stehen zuerst, weil Angler im Grenzgebiet oft dort angeln.

Schonzeit und Mindestmaß für Nordseeschnäpel in 10 Bundesländern
BundeslandSchonzeitMindestmaß
Hamburgdas ganze Jahrkeines
Schleswig-Holsteindas ganze Jahrkeines
Baden-Württembergdas ganze Jahrkeines
Bayerndas ganze Jahrkeines
Brandenburgdas ganze Jahrkeines
Bremendas ganze Jahrkeines
Mecklenburg-Vorpommerndas ganze Jahrkeines
Nordrhein-Westfalendas ganze Jahrkeines
Sachsendas ganze Jahrkeines
Sachsen-Anhaltdas ganze Jahrkeines

Was kostet ein Verstoß bei Nordseeschnäpel in Hamburg?

Für Verstöße gegen die Fischereiregeln sieht das Gesetz in Hamburg ein Bußgeld von bis zu 10.000 Euro vor. Für einzelne Verstöße wie gegen die Schonzeit kann der Rahmen niedriger sein, und die Höhe im Einzelfall legt die Behörde fest.

Wer die Regeln für Nordseeschnäpel in Hamburg kontrolliert

Zuständig ist das Fischereiamt des Kreises, am Gewässer übernehmen das die Fischereiaufseher. Was auf Ihrer Angelkarte steht, gilt zusätzlich zur Landesverordnung.

Woran erkennen Sie Nordseeschnäpel sicher?

Nordseeschnäpel wird gelegentlich mit Ostseeschnäpel verwechselt. Nordseeschnäpel und Ostseeschnäpel sehen sich äußerlich fast gleich. Fachleute zählen die Kiemenreusendornen am ersten Kiemenbogen, also die Dornen, mit denen die Fische Nahrung aus dem Wasser sieben. Der Nordseeschnäpel hat etwa 38 bis 46 davon, der Ostseeschnäpel nur etwa 25 bis 35. Am Wasser lässt sich das kaum prüfen, und genetische Untersuchungen stellen die Trennung der beiden Arten ohnehin in Frage. Der Nordseeschnäpel ist sehr selten. Wo die Fischereiverordnung ihn nennt, ist er das ganze Jahr geschont. Den Ostseeschnäpel dürfen Sie dagegen in wenigen Ländern an der Küste außerhalb der Schonzeit und ab einem Mindestmaß mitnehmen. Wer einen Nordseeschnäpel für einen Ostseeschnäpel hält und mitnimmt, begeht einen Verstoß.

Die Schonzeit verbietet das Fangen und Mitnehmen in dieser Zeit. Einen Fisch, den Sie vorher erlaubt gefangen und eingefroren haben, dürfen Sie behalten.

Weitere Forellen und Lachse in Hamburg

Wie Nordseeschnäpel gehören diese Arten zu den Forellen und Lachsen. Auch für sie gelten in Hamburg eigene Schonzeiten und Mindestmaße.

Häufige Fragen zu Nordseeschnäpel in Hamburg

Gibt es für Nordseeschnäpel in Hamburg ein Tageslimit?

Ein Tageslimit für Nordseeschnäpel legen vor allem die Vereine fest, es steht auf Ihrer Angelkarte. Einige Länder begrenzen den Fang einzelner Arten zusätzlich in ihrer Verordnung. Diese Grenzen sind in unserer Auswertung nicht erfasst, fragen Sie im Zweifel beim Fischereiamt nach.

Wann wurden die Regeln für Nordseeschnäpel in Hamburg zuletzt geändert?

Die Verordnung, aus der die Werte stammen, hat den Stand vom 1. Februar 2022. Zuletzt geprüft haben wir die Quelle am 9. September 2026.

Brauche ich für Nordseeschnäpel eine besondere Erlaubnis?

Nein, für Nordseeschnäpel verlangt die Landesverordnung keine eigene Erlaubnis neben Fischereischein und Angelkarte. Einzelne Vereine können auf der Angelkarte aber eigene Regeln für bestimmte Arten festlegen.

Gelten die Regeln für Nordseeschnäpel auch an privaten Gewässern?

Ja, die Landesregeln gelten grundsätzlich auch an privaten Seen und Flüssen. Einige Länder nehmen Fischteiche und abgeschlossene Zuchtgewässer davon aus. Fragen Sie im Zweifel beim Besitzer des Gewässers oder beim Fischereiamt nach.

Wie misst man Nordseeschnäpel in Hamburg richtig?

In Hamburg messen Sie Nordseeschnäpel von der Schnauzenspitze bis zum Ende der Schwanzflosse. Ein festes Maßband oder Messbrett misst genauer als ein dehnbares Band.

Rechtlich bindend ist allein die amtliche Fischereiverordnung von Hamburg, dazu kommen die Bedingungen Ihrer Angelkarte.