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Wann darf Sikawild in Sachsen-Anhalt bejagt werden?

Sikawild dürfen Sie in Sachsen-Anhalt je nach Alter und Geschlecht zu unterschiedlichen Zeiten jagen. Kälber dürfen Sie vom 1. September bis zum 28. Februar jagen, Schmalspießer vom 1. Juli bis zum 28. Februar, Schmaltiere vom 1. Juli bis zum 31. Januar und Hirsche und Alttiere vom 1. September bis zum 31. Januar. Heute ist für alle Jagdzeit.

Jagdzeit je nach Gruppe
1. Juli bis 28. Februar
Gruppen nach Alter und Geschlecht
4
Status heute
Bejagbar
Bußgeld bis zu
2.500 Euro

Wer Sikawild in Sachsen-Anhalt außerhalb der Jagdzeit erlegt, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Die Höhe des Bußgelds legt die Behörde im Einzelfall fest.

Vor einer Gesellschaftsjagd sollte feststehen, welche Wildarten an diesem Tag überhaupt bejagt werden dürfen.

Was die Jagdzeit für Sikawild in Sachsen-Anhalt bedeutet

Eine Jagdzeit ist der Zeitraum, in dem Sie eine Wildart bejagen dürfen. Außerhalb dieser Zeit ist die Art geschont. Sikawild ist in Sachsen-Anhalt je nach Alter und Geschlecht in unterschiedlichen Zeiträumen jagdbar.

Die Jagdzeit von Sikawild lässt die Brut- und Setzzeit frei, weil der Bestand in dieser Phase besonders verletzlich ist. Wer Junge versorgt, bleibt auch in der Jagdzeit geschont.

Unterscheidet sich die Jagdzeit für Sikawild nach Alter oder Geschlecht?

Für Sikawild nennt Sachsen-Anhalt 4 Gruppen nach Alter und Geschlecht.

Sikawild in Sachsen-Anhalt: Jagdzeit nach Altersklasse
AltersklasseJagdzeitStatus heute
Kälbervom 1. September bis zum 28. Februar jagdbarBejagbar
Schmalspießervom 1. Juli bis zum 28. Februar jagdbarBejagbar
Schmaltierevom 1. Juli bis zum 31. Januar jagdbarBejagbar
Hirsche und Alttierevom 1. September bis zum 31. Januar jagdbarBejagbar

Jagdzeit für Sikawild in allen Ländern

Die längste Jagdzeit für Sikawild hat Hamburg mit 215 Tagen im Jahr, die kürzeste Niedersachsen mit 153 Tagen. Das ganze Jahr jagdbar ist Sikawild in Rheinland-Pfalz. Die Nachbarländer von Sachsen-Anhalt stehen zuerst, weil Jäger im Grenzgebiet oft dort jagen.

Jagdzeit für Sikawild in 10 Bundesländern
BundeslandJagdzeit
Sachsen-Anhaltvom 1. September bis zum 28. Februar jagdbar
Niedersachsenvom 1. September bis zum 31. Januar jagdbar
Sachsenvom 1. August bis zum 31. Januar jagdbar
Baden-Württembergvom 1. August bis zum 31. Januar jagdbar
Bayernvom 1. September bis zum 31. Januar jagdbar
Hamburgvom 1. Juli bis zum 31. Januar jagdbar
Hessenvom 1. September bis zum 31. Januar jagdbar
Nordrhein-Westfalenvom 1. August bis zum 31. Januar jagdbar
Rheinland-Pfalzdas ganze Jahr jagdbar
Schleswig-Holsteinvom 1. September bis zum 31. Januar jagdbar

Wie hoch ist das Bußgeld in Sachsen-Anhalt?

Für Verstöße gegen das Jagdrecht sieht das Gesetz in Sachsen-Anhalt ein Bußgeld von bis zu 2.500 Euro vor. Für einzelne Verstöße wie die Jagd außerhalb der Jagdzeit kann der Rahmen niedriger sein, und die Höhe im Einzelfall legt die Behörde fest.

Wer die Jagdzeit für Sikawild in Sachsen-Anhalt kontrolliert

Die Kontrolle übernimmt die Jagdbehörde des Landkreises oder der kreisfreien Stadt. Pachtvertrag und Abschussplan dürfen strengere, aber keine lockereren Regeln enthalten.

Mit welchen Arten wird Sikawild häufig verwechselt?

Sikawild wird gelegentlich mit Rotwild verwechselt. Sikawild trägt wie Rotwild ein rundes Stangengeweih, ist aber mit etwa einem Meter Schulterhöhe deutlich kleiner. Im Sommer hat Sikawild ein rostbraunes, weiß getupftes Fell. Sikawild kann sich mit Rotwild kreuzen. Sikawild darf in einzelnen Ländern das ganze Jahr gejagt werden, damit es sich nicht mit dem heimischen Rotwild kreuzt. Rotwild hat dagegen eine feste Jagdzeit und eine Schonzeit. Wer ein Stück Rotwild in dessen Schonzeit für Sikawild hält und schießt, verstößt gegen die Schonzeit.

Die Länder ändern die Jagdzeiten einzelner Arten immer wieder. Prüfen Sie vor jeder Saison den aktuellen Stand der Landesverordnung.

Weiteres Schalenwild in Sachsen-Anhalt

Wie Sikawild gehören diese Arten zum Schalenwild. Auch für sie gelten in Sachsen-Anhalt eigene Jagdzeiten.

Häufige Fragen zu Sikawild in Sachsen-Anhalt

Welche Arten sehen Sikawild ähnlich?

Sikawild wird am häufigsten mit Rotwild verwechselt. Sikawild trägt wie Rotwild ein rundes Stangengeweih, ist aber mit etwa einem Meter Schulterhöhe deutlich kleiner. Im Sommer hat Sikawild ein rostbraunes, weiß getupftes Fell. Sikawild kann sich mit Rotwild kreuzen.

Darf Sikawild bei großen Wildschäden auch außerhalb der Jagdzeit bejagt werden?

Ja, aber nur mit Genehmigung. Die Jagdbehörde kann die Schonzeit bei großen Wildschäden für ein bestimmtes Gebiet und eine bestimmte Zeit aufheben, auf eigene Faust ist das nicht erlaubt.

Was bedeutet Schonzeit bei Sikawild?

Schonzeit heißt bei Wild die Zeit, in der eine Art nicht bejagt werden darf. Sie ist das Gegenstück zur Jagdzeit und liegt meist in der Zeit, in der die Tiere Junge bekommen und aufziehen.

Gilt für Sikawild ein Abschussplan?

Ja, nach dem Bundesjagdgesetz darf Sikawild nur im Rahmen eines Abschussplans erlegt werden. Die Jagdbehörde bestätigt den Plan oder setzt ihn fest, und zwar im Einvernehmen mit dem Jagdbeirat. Die Länder dürfen vom Bundesjagdgesetz abweichen und regeln das in ihrem Jagdgesetz.

Darf Sikawild in Naturschutzgebieten bejagt werden?

In Naturschutzgebieten kann die Jagd auf Sikawild zusätzlich eingeschränkt oder ganz verboten sein. Das regelt die Verordnung des jeweiligen Schutzgebiets, sie gilt neben den Jagdzeiten.

Widersprechen sich unsere Angaben und die Landesverordnung, gilt die Verordnung. Im Zweifel hilft die Jagdbehörde Ihres Landkreises.