Wann darf Nebelkrähe in Sachsen bejagt werden?
Nebelkrähe dürfen Sie in Sachsen vom 1. August bis zum 15. März jagen. Heute ist Jagdzeit, sie dauert noch bis zum 15. März.
Nebelkrähe ist in Sachsen eigens geregelt. Wer ein Revier nahe der Landesgrenze hat, sollte deshalb auch die Zeiten des Nachbarlandes kennen.
Bei einer Drückjagd mit vielen Schützen muss jedes Tier vor dem Schuss sicher angesprochen sein. Unter Zeitdruck passieren Verwechslungen leichter.
Was die Jagdzeit für Nebelkrähe in Sachsen bedeutet
Eine Jagdzeit ist der Zeitraum, in dem Sie eine Wildart bejagen dürfen. Außerhalb dieser Zeit ist die Art geschont. Nebelkrähe ist in Sachsen vom 1. August bis zum 15. März jagdbar.
Warum gerade diese Monate? Außerhalb der Jagdzeit von Nebelkrähe liegt die Brut- und Setzzeit, also die Zeit der Geburt und Aufzucht. Führende Elterntiere bleiben darüber hinaus immer geschont.
Was gilt für Nebelkrähe in den Nachbarländern von Sachsen?
Die längste Jagdzeit für Nebelkrähe hat Bayern mit 242 Tagen im Jahr, die kürzeste Brandenburg mit 153 Tagen. Die Nachbarländer von Sachsen stehen zuerst, weil Jäger im Grenzgebiet oft dort jagen.
| Bundesland | Jagdzeit |
|---|---|
| Sachsen | vom 1. August bis zum 15. März jagdbar |
| Bayern | vom 16. Juli bis zum 14. März jagdbar |
| Brandenburg | vom 1. September bis zum 31. Januar jagdbar |
| Mecklenburg-Vorpommern | vom 1. August bis zum 20. Februar jagdbar |
Wie hoch ist das Bußgeld in Sachsen?
Für Verstöße gegen das Jagdrecht sieht das Gesetz in Sachsen ein Bußgeld von bis zu 5.000 Euro vor. Für einzelne Verstöße wie die Jagd außerhalb der Jagdzeit kann der Rahmen niedriger sein, und die Höhe im Einzelfall legt die Behörde fest.
Wer die Jagdzeit für Nebelkrähe in Sachsen kontrolliert
Für die Einhaltung der Jagdzeiten ist die Jagdbehörde des jeweiligen Kreises zuständig. Strengere Vorgaben können im Pachtvertrag und im Abschussplan stehen.
Wie unterscheidet sich Nebelkrähe von ähnlichen Arten?
Nebelkrähe wird gelegentlich mit Rabenkrähe verwechselt. Die Nebelkrähe hat einen grauen Rücken und eine graue Brust, nur Kopf, Flügel und Schwanz sind schwarz. Die Rabenkrähe ist ganz schwarz. Wo die Gebiete beider Krähen aneinandergrenzen, kommen Mischformen mit mehr oder weniger Grau vor, und die Bestimmung wird schwieriger. Die Nebelkrähe hat nur in wenigen Ländern eine Jagdzeit, die Rabenkrähe in den meisten. Wo nur die Rabenkrähe freigegeben ist, darf die Nebelkrähe nicht geschossen werden. Wer dort eine Nebelkrähe für eine Rabenkrähe hält und schießt, begeht einen Verstoß.
Weiteres Federwild in Sachsen
Wie Nebelkrähe gehören diese Arten zum Federwild. Auch für sie gelten in Sachsen eigene Jagdzeiten.
Häufige Fragen zu Nebelkrähe in Sachsen
Was bedeutet Schonzeit bei Nebelkrähe?
Schonzeit heißt bei Wild die Zeit, in der eine Art nicht bejagt werden darf. Sie ist das Gegenstück zur Jagdzeit und liegt meist in der Zeit, in der die Tiere Junge bekommen und aufziehen.
Welche Arten sehen Nebelkrähe ähnlich?
Nebelkrähe wird am häufigsten mit Rabenkrähe verwechselt. Die Nebelkrähe hat einen grauen Rücken und eine graue Brust, nur Kopf, Flügel und Schwanz sind schwarz. Die Rabenkrähe ist ganz schwarz. Wo die Gebiete beider Krähen aneinandergrenzen, kommen Mischformen mit mehr oder weniger Grau vor, und die Bestimmung wird schwieriger.
Gilt für Nebelkrähe ein Abschussplan?
Nein, einen Abschussplan schreibt das Bundesjagdgesetz nur für Schalenwild außer Schwarzwild sowie für Auerwild, Birkwild und Rackelwild vor. Nebelkrähe gehört nicht dazu. Die Länder dürfen vom Bundesjagdgesetz abweichen und regeln das in ihrem Jagdgesetz.
Gilt der Schutz der Elterntiere bei Nebelkrähe auch in der Jagdzeit?
Ja, Elterntiere, die noch Junge versorgen, dürfen auch in der Jagdzeit nicht bejagt werden. Der Schutz gilt, bis die Jungtiere selbstständig sind.
Darf Nebelkrähe bei großen Wildschäden auch außerhalb der Jagdzeit bejagt werden?
Ja, aber nur mit Genehmigung. Die Jagdbehörde kann die Schonzeit bei großen Wildschäden für ein bestimmtes Gebiet und eine bestimmte Zeit aufheben, auf eigene Faust ist das nicht erlaubt.
Rechtlich bindend ist allein die amtliche Jagdzeitenregelung von Sachsen, dazu kommen die Bedingungen Ihres Reviers.